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Sterne fotografieren mit Handy

Astrofotografie mit dem Smartphone gelingt mühelos. Hier erfahren Sie, welche Ausrüstung notwendig ist und welche Handy-Einstellungen optimal sind.

7 Minuten Lesedauer

Auf einen Blick: Sterne fotografieren mit Handy

  • Stativ und Fernauslöser für Astrofotografie mit dem Handy verwenden
  • Kamera-App mit vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten wählen
  • Astronomische Aussichtspunkte bieten beste Sicht
  • Bei Neumond herrschen optimale Lichtbedingungen
  • Passende Kameraeinstellungen vornehmen
  • Für beste Ergebnisse Bilder im Anschluss nachbearbeiten
Mit dem richtigen Equipment Sterne mit dem Handy fotografieren.

Ausrüstung und Apps

Mit dem richtigen Equipment können Sie ganz einfach Sterne mit dem Handy fotografieren. Mit ein wenig Zubehör und speziellen Apps, die die notwendigen Einstellungsmöglichkeiten für Ihre Smartphone-Kamera bereithalten, sind Sie bestens ausgerüstet, um den Sternenhimmel nachts einzufangen.

Stativ

Unabhängig davon, mit welchem Handy-Modell Sie Sterne fotografieren möchten, ist ein fester Stand notwendig. Die Kamera muss über einen Zeitraum von einigen Sekunden absolut still gehalten werden, denn bereits kleinste Bewegungen sind später auf den aufgenommenen Bildern sichtbar und beeinflussen das Ergebnis.

Verwenden Sie deshalb am besten ein Stativ, wenn Sie Sterne mit Ihrem Handy fotografieren. Für klassische Dreibein-Stative gibt es inzwischen passende Smartphone-Halter, sodass Sie Ihr Gerät wie eine Digitalkamera darauf befestigen können, um den Sternenhimmel mit dem Handy zu fotografieren.

Fernauslöser

Um auch kleinste Wackler auszuschließen, empfehlen wir, zusätzlich zum Stativ einen Fernauslöser zu verwenden. Diese kleinen Helfer lassen sich zum Beispiel via Bluetooth verbinden und sorgen dafür, dass Sie beim Fotografieren des Sternenhimmels Ihr Handy nicht berühren müssen. Ohne solch einen Fernauslöser müssten Sie den Auslöse-Button Ihrer Handykamera für jedes Bild mit dem Finger betätigen und würden die Aufnahme dadurch womöglich schon zu Beginn der Belichtung verwackeln.

Apps

Inzwischen gibt mehr als eine Handy-App, um Sterne zu fotografieren. Grundsätzlich eignen sich alle Kamera-Apps, die möglichst viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten bieten. Für Android-Smartphones ist beispielsweise Open Camera gut geeignet, falls die vorinstallierte Kamera-App auf Ihrem Smartphone nur wenige manuelle Einstellungen zulässt, um Sterne mit dem Handy zu fotografieren.

Wenn Sie Sterne mit dem iPhone fotografieren möchten, finden Sie mit ProCamera eine ausgezeichnete Kamera-App im App Store, die einen manuellen Modus bietet und ein unkomprimiertes Bildformat unterstützt. Beide Apps bieten vielseitige Möglichkeiten und eignen sich deshalb neben der Astrofotografie auch hervorragend, um kreative Selfie-Ideen umzusetzen oder ein Zeitraffer-Video zu erstellen .

Tipps für optimale Bilder

Die Ausrüstung mit Stativ, Fernauslöser und einer vielseitigen Kamera-App sorgt für eine gute Ausgangslage, um den Sternenhimmel mit dem Handy zu fotografieren. Damit die Bilder optimal gelingen, sind jedoch die richtigen Einstellungen der Kamera wichtig.

Optimale Kameraeinstellungen

  • Lange Belichtungszeit von etwa 20 bis 30 Sekunden wählen
  • Maximal möglichen optischen Zoom verwenden, keinen Digitalzoom
  • Autofokus abschalten, manuell unendlichen Fokus einstellen
  • ISO-Wert zwischen 800 und 3.200 einstellen
  • Für spätere Bildbearbeitung Fotos im unkomprimierten RAW-Format aufnehmen
Bei Neumond Sterne fotografieren.

Zeit und Ort

Darüber hinaus kommt es darauf an, wann und wo Sie den Sternenhimmel mit dem Handy fotografieren. Je dunkler die Nacht, desto besser. Optimale Voraussetzungen für eine stockfinstere Nacht haben Sie bei Neumond, wenn der Mond das Sonnenlicht kaum reflektiert. Dieses Licht sorgt etwa bei Vollmond für helle Nächte und beeinträchtigt dadurch die Sicht auf den Sternenhimmel. Genauso sollten Sie sich an einem möglichst dunklen Ort befinden, an dem keine Lichter einer Stadt zu sehen sind. Die beste Sicht, um den Sternenhimmel mit dem Handy zu fotografieren, haben Sie an sogenannten astronomischen Aussichtspunkten, die öffentlich zugänglich sind. Eine kurze Internetsuche zeigt häufig die besten dieser Punkte in Ihrer Nähe. Alternativ können Sie auch eine Lichtkarte verwenden, um Orte zu identifizieren, an denen die Sicht auf den Nachthimmel nicht von künstlichem Licht beeinflusst wird.

Sterne mit iPhone fotografieren

Die Kamera-App des iPhones bietet von Haus aus kaum manuelle Einstellungsmöglichkeiten, um Sterne zu fotografieren. Zwar haben iPhones einen speziellen Nachtmodus an Bord, doch dieser lässt Sie lediglich die Belichtungszeit anpassen. Mit der Langzeitbelichtung der iPhone-Kamera lässt sich der Sternenhimmel deshalb nicht optimal fotografieren.

Bessere Ergebnisse bekommen Sie mit der App ProCamera. Hier können Sie weitere Parameter wie etwa den ISO-Wert und den Fokus anpassen und die Einstellungen feinabstimmen. Die App holt das Maximum aus den Kameras von iPhone 11, 12 und 13 heraus.

Astrofotografie mit Android.

Astrofotografie mit Android

Bei Android-Smartphones hängt es vom jeweiligen Smartphone-Hersteller und -Modell ab, welche Einstellungen am Handy möglich sind, um Sterne zu fotografieren. So lassen beispielsweise Sony-Smartphones äußerst viele Einstellungen zu und das Google Pixel 4a verfügt sogar über einen eigenen Kameramodus für die Astrofotografie.

Mit einer alternativen Kamera-App wie Open Camera können Sie die benötigten Einstellungsmöglichkeiten aber auf jedem aktuellen Android-Handy nutzen und Sterne fotografieren.

Nachbearbeitung

Mit Bildbearbeitungs-Tools wie Snapseed, Adobe Lightroom oder Picsart verleihen Sie Ihren Aufnahmen schließlich den letzten Schliff. Diese Apps sind sowohl für Android als auch iOS verfügbar und bieten auch in der kostenlosen Version bereits hilfreiche Werkzeuge, um Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung direkt am Handy zu justieren.

Aufwendige Überarbeitungen der RAW-Bilder können Sie selbstverständlich auch am Computer vornehmen. Verbinden Sie dazu einfach Ihr Handy mit dem PC und kopieren Sie Ihre mit dem Handy fotografierten Sternenhimmel-Bilder auf Ihre Festplatte. Programme wie Lightroom, Photoshop oder das kostenlose Gimp sind für die Nachbearbeitung bestens geeignet.

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