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Was ist KNX?

Was ist KNX und wie funktioniert ein KNX Smart Home? Wir zeigen die wichtigsten KNX-Grundlagen leicht verständlich und geben einen Überblick zu den Kosten.

8 Minuten Lesedauer

Auf einen Blick: Was ist KNX?

  • KNX ist ein Bussystem zur Steuerung von vernetzter Haustechnik
  • Der KNX-Standard existiert bereits seit 2002
  • Tausende Geräte von über 500 Herstellern sind KNX-kompatibel
  • Hoher Aufwand bei Planung und Realisierung
  • Immens hohe Kosten für Komponenten und Elektroinstallation
  • Clevere Alternative: Smart-Home-Geräte von Hama

  • Was ist KNX?
    KNX ist ein Bussystem zur Gebäudesteuerung. Die Buchstaben sind die Kurzschreibweise von Konnex-Bus. Bereits im Jahr 2002 wurde KNX von der KNX Association als einheitlicher, offener Übertragungsstandard für vernetzte Haustechnik veröffentlicht. Inzwischen gibt es unterschiedlichste KNX-Geräte von rund 500 verschiedenen Herstellern.
  • Was ist ein Bussystem?
    Ein Bussystem ist ein System zur Datenübertragung zwischen mehreren Geräten, bei dem die Datenübertragung über einen gemeinsamen Übertragungsweg stattfindet. Stark vereinfacht sind die gesendeten Daten innerhalb eines Bussystems Fahrgäste auf einer Buslinie. Sie teilen sich den Bus bis zu ihrer Zielhaltestelle.
  • Was ist der Unterschied zwischen EIB und KNX?
    Was der Unterschied zwischen EIB und KNX ist, lässt sich schnell klären. KNX ist der Namensnachfolger und basiert auf EIB, EHS und BatiBUS. Somit wurde EIB in KNX eingegliedert. EIB und KNX sind voll kompatibel miteinander.
  • Wie viele Geräte können im KNX-System pro Linie teilnehmen?
    In einem KNX-System können maximal 256 Geräte pro Linie teilnehmen. Ab 64 Teilnehmern pro Linie sind Linienverstärker notwendig, um zusätzliche Teilnehmer an die Linie anzuschließen. Ein KNX-System kann aus maximal 15 Bereichen bestehen, die jeweils bis zu 15 Linien enthalten können. Somit kann ein KNX-System maximal bis zu 58.383 Teilnehmer haben.
  • Was brauche ich für eine KNX-Installation?
    Für eine KNX-Installation brauchen Sie mindestens vier Komponenten. Dazu gehören eine ausreichend dimensionierte Spannungsversorgung, ein Interface, ein Sensor (zum Beispiel ein Schalter), der einen Steuerungsbefehl aussendet, sowie ein Aktor, der den Steuerungsbefehl ausführt und ein Gerät (zum Beispiel eine Lampe) steuert.
  • Was kostet KNX?
    Was KNX kostet, lässt sich allgemein nur schwer beziffern. Ähnlich wie bei einem Autokauf kommt es auf den Bedarf und die Wünsche an. Ein gehobenes KNX-System kann schnell Komponentenkosten von 10.000 Euro übersteigen. Dazu kommen Kosten für Planung, Elektriker und Programmierung.

Was ist KNX?

Wer sich über das Thema Smart Home informiert, trifft schnell auf KNX. Doch was ist KNX genau? Für die Erklärung gehen wir mehr als 20 Jahre zurück. Der Begriff ist die Kurzschreibweise von Konnex-Bus und bezeichnet ein sogenanntes Bussystem, mit dem sich vernetzte Geräte in Gebäuden steuern lassen.

Schon Mitte der 1990er Jahre entstand die Idee, einen einheitlichen Smart-Home-Standard zu entwickeln, über den die gesamte vernetzte Haustechnik miteinander verbunden sein sollte. Dazu wurde 1999 die KNX Association gegründet. Das zu dem Zeitpunkt bereits bestehende Bussystem EIB wurde in KNX integriert und im Jahr 2002 schließlich der KNX-Standard veröffentlicht.

Mittlerweile gehören über 500 Unternehmen der KNX Association an. Die KNX-Geräte dieser Firmen sind untereinander kompatibel und lassen sich zu einem KNX-System miteinander verbinden, übergreifend steuern und automatisieren.

Wie funktioniert KNX?

Um ein KNX Smart Home in einem Haus zu installieren, brauchen Sie nicht nur kompatible Geräte, sondern auch ein separates Netz – die sogenannte Busleitung. Die Funktionsweise von KNX unterscheidet sich nämlich von den meisten Smart-Home-Systemen, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen.

Der Aufbau gehört zu den wichtigsten KNX-Grundlagen. Ein KNX-System können Sie sich wie einen Busfahrplan im Straßenverkehr vorstellen. Um alle Haltestellen zu erreichen, sind verschiedene Linien notwendig. Bei einem KNX-System sind die Haltestellen sogenannte Teilnehmer einer Linie. Darunter fallen alle KNX-Geräte, also zum Beispiel Wandschalter, Rollladenantriebe oder Beleuchtung.

In einem KNX Smart Home werden die Haltestellen per Bus-Kabel oder via Funk miteinander verbunden. Dazu ist keine spezielle KNX-Zentrale notwendig. Stattdessen sind die Befehle genau adressiert, sodass sie ihr Ziel zuverlässig erreichen.

Wenn Sie also zum Beispiel ins Wohnzimmer gehen und den dort installierten KNX-Präsenzmelder auslösen, wird dies über die Busleitung an die vernetzte Beleuchtung im Wohnzimmer geschickt, die dadurch eingeschaltet wird. Das funktioniert bei KNX vollkommen lokal, also ohne Internetverbindung ausschließlich innerhalb Ihres Zuhauses, und daher auch dann zuverlässig, wenn der Router offline ist, eine Störung vorliegt oder der Nachwuchs gerade die Internetleitung ausreizt.

Um ein KNX Smart Home in Betrieb zu nehmen, benötigen Sie neben der Buslinie und kompatiblen Geräten eine Spannungsversorgung, die die Busleitung mit Strom versorgt, sowie ein Interface, um das KNX-System konfigurieren und steuern zu können.

Vor- und Nachteile

Obwohl KNX viele Vorteile mit sich bringt, hat der KNX-Standard auch Nachteile.

Wie es beim Thema Smart Home oft der Fall ist, hängt es von Ihren individuellen Voraussetzungen und Gegebenheiten ab, ob ein KNX-System für Ihr Zuhause die richtige Wahl ist. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Vorteile KNX bietet und auf welche Nachteile Sie sich bei KNX einstellen sollten.

KNX-Vorteile

  • Breite Auswahl der Komponenten
    Wenn Sie Ihr Zuhause mit KNX vernetzen, stehen Ihnen beliebig viele Möglichkeiten der Vernetzung und Automatisierung zur Verfügung. Ob Zugang zum Haus, Überwachung, Heizung, Klimaanlage, Photovoltaik-Anlage, Licht oder Rollläden – für alle Bereiche der Haustechnik gibt es passende KNX-Komponenten. Tausende Geräte von über 500 Herstellern sind miteinander kompatibel, sodass Sie Ihr KNX-System individuell planen und umsetzen können.
  • Lokaler Betrieb ohne Cloud
    Das gesamte KNX-System arbeitet lokal bei Ihnen zu Hause. Damit sind Sie nur dann auf eine Internetverbindung angewiesen, wenn Sie Ihr KNX Smart Home von unterwegs aus steuern möchten. Sämtliche Steuerungsbefehle werden innerhalb des KNX-Bussystems übertragen, sodass Ihr Smart Home auch bei einem Internetausfall noch wie gewohnt funktioniert.
  • Flexible Konfiguration
    Was wann in einem KNX Smart Home passiert, lässt sich jederzeit anpassen. Sie möchten mit einem Wandschalter nicht mehr nur eine Lampe einschalten, sondern stattdessen alle Lampen in einem Raum? Das ist ein Smart-Home-Grundsatz für nahezu alle Systeme und lässt sich auch bei KNX nachträglich via Software-Programmierung ändern und nach Bedarf anpassen.
  • Das gesamte Smart Home auf einen Blick
    Obwohl ein KNX-System meist mit Geräten von unterschiedlichen Herstellern geplant und realisiert wird, lässt es sich bequem über eine einzige App steuern und automatisieren. Dazu benötigen Sie ein IP-Gateway, das die Verbindung zwischen Heimnetz und KNX herstellt, sowie die dazugehörige App. Auch dabei ist die Auswahl groß und Unterschiede bei den Funktionen an der Tagesordnung. Nach der Einrichtung können Sie die Oberfläche aber meist individuell entsprechend Ihren Bedürfnissen anpassen. Sind Sie im Winter beispielsweise besonders an Ihrem Energieverbrauch interessiert? Dann legen Sie dafür einfach ein Dashboard an und schon behalten Sie alles im Blick.

KNX-Nachteile

  • Schwer nachrüstbar

    Im Bestandsbau lässt sich ein KNX-System wegen der benötigten Busleitung nur schwer nachrüsten. Das Verlegen der Busleitung erfordert umfangreiche bauliche Maßnahmen, da jede KNX-Komponente daran angeschlossen werden muss. Im Neubau ist dies kein Problem, da es direkt mit erledigt werden kann. Doch im Bestandsbau lohnt es sich meist nur, wenn ohnehin Renovierungsarbeiten anstehen. Dasselbe gilt, wenn ein KNX-System spontan erweitert werden soll. Dann stehen im Normalfall ebenfalls erneute bauliche Maßnahmen an.

    Zwar gibt es auch die Möglichkeit, KNX-Komponenten via Funk (KNX-RF) einzurichten, doch die meisten KNX-Geräte sind für den Einsatz am Buskabel ausgelegt. Darüber hinaus sind KNX-RF-Geräte auch deutlich teurer in der Anschaffung als klassische, kabelgebundene KNX-Geräte.

  • Hoher Planungsaufwand

    Die vielfältigen Möglichkeiten sind einerseits vorteilhaft, benötigen auf der anderen Seite aber auch eine sorgfältige Planung.

    Bereits in dieser Phase sollten die kommenden Jahre miteinbezogen werden. Soll beispielsweise eine Wallbox für ein E-Auto installiert und an KNX angeschlossen werden? Dann sollte die Busleitung auch die Garage erreichen, um die Verbindung zu ermöglichen.

    Darüber hinaus sollte im Vorhinein bereits klar sein, wo welche Schalter oder Sensoren positioniert sein und was diese auslösen sollen. Dafür ist tiefergehendes Wissen über KNX notwendig.

  • Komplizierte Vernetzung mit anderen Geräten
    Für sich genommen funktioniert die Vernetzung innerhalb eines KNX-Systems einfach. Möchten Sie jedoch Smart-Home-Geräte anbinden, die kein KNX unterstützen, kann es schnell kompliziert werden. Wer zum Beispiel mithilfe von Sprachbefehlen an Alexa KNX-Komponenten steuern möchte, kann dies nicht einfach über die Gerätesuche in der Alexa-App erledigen, sondern muss zunächst dafür sorgen, dass sich das KNX-System mit dem Dienst verbinden lässt. Dabei spielen Hersteller und Modell der verbauten KNX-Geräte eine erhebliche Rolle. Solche Schwierigkeiten können auch bei anderen Fremdsystemen auftreten.

Kosten für KNX

Gerade in der Anfangsphase entstehen für ein KNX Smart Home hohe Kosten. Wie viel genau ein KNX-System kostet, hängt allerdings stark vom Einzelfall ab. In den allermeisten Fällen wird ein KNX Smart Home bereits vollständig geplant, sodass möglichst alle Eventualitäten der kommenden Jahre berücksichtigt sind. Denn dadurch wird die Installation einmalig erledigt und ist günstiger als bei schrittweiser Erweiterung einzelner Komponenten.

Dennoch entstehen für ein Einfamilienhaus mit gehobenem KNX-System schnell Kosten von 10.000 Euro und mehr allein für die KNX-Geräte. Hinzu kommen Kosten für die Planung, Kosten für Software-Lizenzen sowie Installationskosten eines Elektro-Profis. So ist ein KNX Smart Home zwar in der Funktion überaus praktisch, aber auch überaus teuer.

Wer das Thema Smart Home selbst angehen und intelligente Komponenten nachrüsten möchte, greift deshalb oft zu einfacheren Lösungen, die sich nach Bedarf erweitern lassen und weder eine umfassende Planung noch aufwendige Elektroinstallationen benötigen. Smart-Home-Geräte von Hama sind zum Beispiel ebenfalls vielfältig einsetzbar und lassen sich im Handumdrehen zu einem flexiblen Smart-Home-System verbinden. Ganz ohne zusätzliche Leitungen oder Arbeiten an der Elektroinstallation.

Deshalb ist es ideal zum Nachrüsten und für Mietwohnungen geeignet. Darüber hinaus lassen sich auch die Sprachassistenten Alexa, Google Assistant und Siri Shortcuts ganz einfach einbinden, sodass Ihr Smart Home einfach auf Zuruf reagiert. Hama zeigt außerdem, dass clevere Smart-Home-Geräte nicht teuer sein müssen.

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