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Matter Smart Home

Matter steht in den Startlöchern. Hier erfahren Sie alles Wichtige über den unter anderem von Apple, Google und Amazon entwickelten Smart-Home-Standard.

6 Minuten Lesedauer

Auf einen Blick: Matter Smart Home

  • Apple, Google, Amazon und über 200 weitere Unternehmen entwickeln Matter als gemeinsamen Smart-Home-Standard
  • Matter Smart-Home-Geräte, wie Lampen, Thermostate oder Sensoren, kommunizieren über WiFi, Bluetooth Low Energy und Thread miteinander
  • HomeKit, Alexa, Google und Co. werden Matter integrieren
  • Das Matter-Logo zeigt die Kompatibilität an
  • Matter lässt sich via Software-Update auch auf zahlreiche bestehende Smart-Home-Geräte installieren

  • Was ist Matter?
    Matter ist ein neuer Smart-Home-Standard. Darüber sollen Smart-Home-Geräte unterschiedlicher Hersteller in Zukunft nahtlos miteinander kommunizieren und zu individuellen Smart-Home-Systemen vernetzt werden können.
  • Wer hat Matter entwickelt?
    Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat Matter entwickelt und arbeitet fortlaufend daran weiter. Das Projekt begann im Jahr 2019 unter dem Namen Connected Home over IP (CHIP) und wurde inzwischen umbenannt. Matter soll noch im Jahr 2022 veröffentlicht werden.
  • Welche Smart-Home-Geräte sind mit Matter kompatibel?
    Zahlreiche Smart-Home-Geräte werden mit Matter kompatibel sein. Matter soll sich nach der Veröffentlichung als herstellerübergreifender Standard durchsetzen und alle Bereiche des Smart Homes abdecken können.
  • Wer gehört zur Connectivity Standards Alliance (CSA)?
    Zur Connectivity Standards Alliance (CSA) gehören mehr als 200 Unternehmen. Zu den bekanntesten gehören Apple, Google, Amazon und Samsung. Aber auch Bosch, Siemens, Miele, Signify, Hama, Ikea und Somfy gehören der Allianz an.

Was ist Matter?

Matter ist ein Smart-Home-Standard, der von der Connectivity Standard Alliance (CSA) entwickelt wird. Diese Allianz besteht aus über 200 Unternehmen aus der Smart-Home-Branche – darunter unter anderem Apple, Google, Amazon und Samsung. Über Matter Smart Home sollen Smart-Home-Geräte von unterschiedlichen Herstellern zukünftig nahtlos miteinander vernetzt werden können. Der Matter-Standard dient also als technische Basis für das selbst zusammengestellte Smart-Home-System. Während Nutzer bisher darauf achten mussten, welche Geräte, Dienste und Systeme miteinander kompatibel sind, sollen Matter Smart-Home-Geräte unabhängig vom Hersteller problemlos miteinander funktionieren.

Wie funktioniert Matter?

Für Matter Smart Home sind keine neuartigen Funk-Chips notwendig. Stattdessen arbeitet der Matter-Standard sowohl mit WLAN und Bluetooth Low Energy als auch Thread.

Während WLAN und Bluetooth gängige Protokolle bei Computern, Handys und Co. sind, handelt es sich bei Thread um ein von der Thread Group entwickeltes Smart-Home-Protokoll, das Mesh-fähig ist. Der Thread Group gehören unter anderem Amazon, Apple, Google Nest, Osram und Samsung an.

So funktioniert Mesh-Technologie bei Thread

Als Bestandteil des Smart-Home-Standards Matter ist die Mesh-Technologie von Thread erwähnenswert. Denn nicht jedes Thread-Gerät leitet die empfangenen Signale auch weiter. Thread unterscheidet deshalb im Wesentlichen die folgenden drei Geräte-Kategorien.

  • Minimal-Thread-Device (MTD)
    Diese Geräte sind sogenannte Endpunkte im Thread-Netzwerk. Sie können Signale lediglich empfangen, aber nicht weiterleiten. Somit erweitern MTDs das Thread-Netzwerk nicht. Meist handelt es sich dabei um batteriebetriebene Komponenten, deren Laufzeit nicht durch ständige Signalweiterleitungen reduziert werden soll.
  • Full-Thread-Device (FTD)
    Ein FTD ist ein vollwertiges Mesh-Geräte. Das bedeutet, es empfängt die über Thread gesendeten Signale nicht nur, sondern fungiert auch als Repeater, indem es die empfangenen Signale an andere Geräte weiterleiten kann. Jedes FTD erweitert also die Reichweite des Thread-Meshs.
  • Border-Router
    Ein Border-Router beherrscht alle Mesh-Funktionen eines Full-Thread-Devices und übernimmt darüber hinaus im Thread-Mesh die Verbindung zum Heimnetzwerk – wie ein klassischer Smart-Home-Hub. Der entscheidende Unterschied: In einem Thread-Mesh können mehrere Geräte die Rolle eines Border-Routers gleichzeitig übernehmen und somit für Ausfallsicherheit sorgen.

In einem Matter Smart Home, das sich die Vorzüge von Thread zunutze macht, kann also beispielsweise ein Fensterkontakt als Minimal-Thread-Device sein, eine WLAN-Steckdose aber weiterhin über WiFi und ein Heizkörperthermostat wiederum über Thread kommunizieren. Mit dem Matter-Standard lassen sich dann trotzdem alle Geräte im Rahmen eines zusammenhängenden Systems nutzen und miteinander verbinden.

Einfache Einrichtung per QR-Code

Für Nutzer soll Matter schon bei der Einrichtung einen Unterschied machen. So muss zur Inbetriebnahme eines neuen Smart-Home-Geräts nur noch ein QR-Code mit dem Smartphone gescannt werden. Anschließend wird es automatisch in das Matter Smart Home eingebunden und kann bequem gesteuert und automatisiert werden. Eine separate Hersteller-App ist damit nicht mehr zwingend notwendig.

Sicherheit durch Blockchain und Verschlüsselung

Mit Matter erhält außerdem die Blockchain Einzug ins Smart Home. Sie erfüllt den Zweck eines digitalen Protokolls, dass dezentral gespeichert und transparent einsehbar ist. Der Nutzen liegt auf der Hand: Die Technologie soll sicherstellen, dass es bei der Zertifizierung sowie Firmware-Updates mit rechten Dingen zugeht und sich keine Schadsoftware auf Matter-Produkte einschleichen kann.

Darüber hinaus soll die Kommunikation im Matter Smart Home verschlüsselt sein. Dadurch sollen die Steuerungsbefehle weder abgehört noch Smart-Home-Geräte von Hackern zweckentfremdet werden können.

Cloud möglich, aber nicht erforderlich

Die Kommunikation über eine Hersteller-Cloud ist bei Matter zwar möglich, aber nicht explizit erforderlich. Grundsätzlich sollen alle Steuerungsbefehle des Smart-Home-Systems zu Hause über lokale Verbindungen innerhalb des eigenen Heimnetzwerks laufen. Dabei bleibt es allerdings den jeweiligen Herstellern der Matter-Produkte überlassen, ob zusätzlich eine Cloud-Lösung zur Verfügung steht.

So wäre ein Cloud-Speicher für die Aufnahmen einer WLAN-Kamera womöglich eine gute Sache, damit die Aufnahmen auch dann noch erhalten bleiben, wenn die Kamera von einem Einbrecher erkannt und zerstört wird. Wer das eigene Smart Home auch von unterwegs steuern möchte, bekommt mit einer Cloud-Anbindung darüber hinaus eine einfache, bequeme und sichere Lösung dafür geboten.

Matter für HomeKit, Alexa und Co.

Bereits etablierte Geräte und Systeme, wie unter anderem HomeKit, Alexa oder Google Assistant, sollen von Matter selbstverständlich ebenfalls profitieren. HomeKit von Apple wird Matter unterstützen, genauso wie Alexa kompatibel zu Matter sein wird – und Matter kommt natürlich auch mit Google-Geräten und -Services zurecht.

Nutzer haben dann die Wahl. Statt zum Beispiel Alexa als Smart-Home-Zentrale einzusetzen, können mit Matter auch mehrere Sprachassistenten zum Einsatz kommen. Sie verabschieden sich dann beispielsweise morgens von Alexa, sodass Ihre Außer-Haus-Szene aktiviert wird. Dann regelt sich die Heizung leicht herunter und Ihr Smart-Home-Einbruchschutz wird aktiviert. Und wenn Sie früher als geplant Feierabend machen, sagen Sie Siri das auf dem Nachhauseweg, sodass Ihr Zuhause Sie mit Wohlfühltemperatur empfängt.

Welche Geräte werden unterstützt?

Matter Smart Home soll sich als führender Smart-Home-Standard etablieren. Ziel der CSA ist es demnach, dass alle Smart-Home-Geräte früher oder später auch Matter-Geräte sind. Das scheint auch erreichbar zu sein, denn die über 200 Unternehmen in der CSA gehören zu den führenden der Branche. Zum aktuellen Zeitpunkt werden allerdings noch gar keine Geräte unterstützt, weil der Matter-Standard noch nicht offiziell veröffentlicht wurde. Das soll sich jedoch im Herbst 2022 ändern. Dann sollen erste Matter-Geräte auf den Markt kommen.

Damit Sie grob abschätzen können, welche Geräte den Matter-Standard unterstützen werden, habe wir hier für Sie 30 der an der Matter-Entwicklung beteiligten Unternehmen aufgelistet:

  • Top 30: Diese Hersteller sind Mitglieder der CSA

    • Amazon
    • Apple
    • Assa Abloy
    • Bosch
    • EnOcean
    • Eve
    • Google
    • Huawei
    • Ikea
    • iRobot
    • Legrand
    • Logitech
    • Meta
    • Miele
    • Mitsubishi Electric
    • Nanoleaf
    • Oppo
    • Osram
    • Panasonic
    • Rademacher
    • Samsung
    • Schneider Electric
    • Siemens
    • Signify
    • Somfy
    • TP-Link
    • Velux
    • Viessmann
    • Xiaomi
    • Yeelight

Sind alte Geräte kompatibel?

Sie haben Ihr Zuhause bereits mit Smart-Home-Produkten ausgestattet? Dann ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie Matter mit diesen Geräten ebenfalls nutzen können. Der Matter-Standard lässt sich nämlich per Software-Update auch auf zahlreiche ältere Geräte installieren.

Allerdings gibt es dafür gewisse Voraussetzungen. Zunächst muss die Hardware WiFi oder Thread mit Bluetooth Low Energy unterstützen, um mit Matter kompatibel sein zu können. Darüber hinaus muss jedes Matter-Gerät offiziell von der CSA für Matter zertifiziert werden. Deshalb obliegt es dem jeweiligen Hersteller, die eigenen Produkte per Update Matter-kompatibel zu machen.

Welche aktuellen Geräte nachträglich Matter-kompatibel gemacht werden sollen und bereits die technischen Voraussetzungen dafür mitbringen, lässt sich bisher nur vage prognostizieren, aber noch nicht mit endgültiger Sicherheit sagen.

Gerüchte über Matter-kompatible Geräte

Amazon möchte offenbar die meisten Echo-Geräte per Update Matter-fähig machen. Welche Modelle das genau sind, bleibt jedoch abzuwarten.

Das Münchner Unternehmen Eve ist bislang für HomeKit-Produkte bekannt. Diese könnten per Update ebenfalls zu Matter-Smart-Home-Geräten werden.

Google möchte Android, Google Home und Nest Hub ebenfalls mit Matter kompatibel machen.

Hama arbeitet bereits daran, in Zukunft eigene Smart-Home-Geräte, die alle technischen Voraussetzungen erfüllen, mit dem Matter Smart-Home-Standard auszustatten.

Signify, die Firma hinter Philips Hue, hat angekündigt, ein Update für die Hue-Bridge zu bringen, sodass diese anschließend in ein Matter Smart-Home-System eingebunden werden kann.

Sie möchten sichergehen, dass Ihre Smart-Home-Geräte den Matter-Standard unterstützen? Sobald erste Matter-Produkte auf dem Markt sind, erkennen Sie diese am Matter-Logo auf der Verpackung oder durch einen Matter-Hinweis in der Produktbeschreibung. Auf Kompatibilitäten brauchen Sie dann bei Matter nicht weiter zu achten. Stattdessen kaufen Sie einfach Matter-Produkte nach Ihrem persönlichen Bedarf und fügen diese dann zu Ihrem individuellen Smart-Home-System hinzu.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind Matter-Produkte jedoch noch nicht erhältlich. Wenn Sie heute bereits Smart-Home-Geräte von unterschiedlichen Herstellern besitzen, gibt es selbstverständlich ebenfalls Lösungen, um diese in einem einzigen System miteinander zu verbinden. Zu den gängigsten Lösungen zählen Alexa und Google, aber auch Smart-Home-Plattformen wie Home Connect Plus lassen aus vielen einzelnen Smart-Home-Komponenten im Handumdrehen ein zusammenhängendes Smart-Home- System entstehen. Technikaffine Nutzer können darüber hinaus zum Beispiel Home Assistant auf einem Raspberry Pi installieren und ein Smart Home Marke Eigenbau realisieren. Als HomeKit-Nutzer bietet sich Homebridge auf einem Raspberry Pi an. Diese Software bindet zahlreiche Smart-Home-Geräte ohne Apple-Zertifizierung in HomeKit ein.

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